Das Leben ist teuer ...

Das gilt sowohl für den jenigen der Unterhalt zahlen muss, als auch für denjenigen der einen Unterhaltsanspruch hat. In der Regel treffen deshalb unterschiedliche Interessenlagen aufeinander und sorgen für Auseinandersetzungen zwischen den Parteien.

Trennungsunterhalt

Der Anspruch auf Trennungsunterhalt besteht für den Ehepartner während der Zeit zwischen Trennung und Rechtskraft der Scheidung. Der Trennungsunterhalt ist in der Regel höher als der Ehegattenunterhalt, welcher nach der Rechtskraft der Scheidung besteht, da die Trennungszeit von einem höheren Maß an Solidarität zwischen den Eheleuten geprägt ist. Dies ändert sich jedoch nach der Scheidung. Dann ist jeder unter Berücksichtigung von bestimmten Einschränkungen selbst für sein Leben und sein Auskommen verantwortlich.

Nachehelicher Unterhalt

Der nacheheliche Unterhalt entsteht aus unterschiedlichen Anspruchsvoraussetzungen.

Betreuungsunterhalt

Meist übernimmt ein Elternteil die Pflege und Erziehung der gemeinsamen Kinder. Die dadurch entstehenden geringeren Einkunftsmöglichkeiten des betreuenden Elternteils, sind durch den anderen Elternetil im Rahmen seiner Einkommensverhältnisse auszugleichen.Mit abnehmenden Betreuungsaufwand nimmt auch die Unterhaltshöhe ab, da die eigenen Verdienstmöglichkeiten steigen.

 

Unterhalt wegen Krankheit, Alters oder Mangel an Erwerbstätigkeit

 

Ein Unterhaltsanspruch besteht auch, wenn der Partner krank ist, ein hohes Alter erreicht hat oder er aus sonstigen Gründen an einer Erwerbstätigkeit gehindert ist. 

 

Unterhalt wegen Ausbildung

 

Wenn der Partner durch die Aufnahme einer Ausbildung an einer Erwerbstätigkeit gemindert sein, dann besteht für den Ausbildungszeitraum in der Regel ebenfalls ein nachehelicher Unterhaltsanspruch.

Unterhalt aus Billigkeitsgründen

 

Schließlich kennt das Gesetz noch den sogenannten Unterhalt aus Billigkeitsgründen- was immer das auch heißen mag.

Die Unterhaltspflicht besteht unter zwei Voraussetzungen, der Bedürftigkeit des Unterhaltsgläubigers und der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen.

Die Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen findet grundsäzulich ihre Grenze im Selbstbehalt, der dem Unterhaltspflichtigen verbleiben sollte, damit dieser nicht selbst bedürftig wird.

 

Selbstbehaltsätze

                                                                                             ab 2015             bis 2014

Minderjährige und privilegierte volljährige Kinder bis 21 Jahren

(Unterhaltspflichtiger erwerbstätig)                                          € 1.080,00          € 1.000,00

 

Minderjährige und privilegierte Volljährige bis 21 Jahren 

(Unterhaltspflichtiger nicht erwerbstätig)                                  €    880,00          €   800,00

andere volljährige Kinder1.3001.200

 

Ehepartner sowie Mutter oder

Vater eines nichtehelichen Kindes                                            € 1.200,00           € 1.100,00

 

Eltern                                                                                    € 1.800,00          € 1.600,00